Freundeskreis Schweger Mühle 2013

 

Ansprechpartner - Kurt Dödtmann

Seit 1964 betreut der Heimatverein die renovierte Schweger Mühle und hat dort und im Umfeld der Mühle einen außerschulischen Lernort für Schulklassen und Kindergartengruppen sowie einen schönen Anlaufpunkt für Ausflüge und Besuchergruppen geschaffen.

Seit 2004 liegen die Ausgestaltung und alle Arbeiten an der Mühle in den Händen des „Freundeskreis Schweger Mühle“. Es sind jetzt 10 Jahre her, wo sich jedes Jahr eine Aufwertung erkennen lassen konnte.

Die Schweger Mühle war auch in 2013 wieder Anlaufpunkt für viele Besucher. Den Mühlenplatz nutzten Spaziergänger und Radfahrergruppen zur Rast und zum Verweilen.

Der Freundeskreis präsentierte die Mühle und sein Umfeld an Aktions- und Backtagen für die Allgemeinheit, ebenso für 30 Schulklassen, Kindergartengruppen und 20 sonstige Besuchergruppen. Ca. 4.500 Besucher nutzten die Angebote in diesem Jahr.

In der Mühlensaison 2013 war die Mühle an ca. 30 Sonntagen geöffnet. Dieses konnte nur durch den freiwilligen Einsatz unserer vier Mühlenteams sichergestellt werden: Reinhold Hammersen, Henry Lemke, Kurt Dödtmann, Paul Arlinghaus, Peter Klumpe, Christina Langosch, Rudolf Schulte, Heinz-Josef  Burhorst und Heinz Klumpe. Leider war es kein gutes „Windmühlenjahr“. An den Sonntagen, an denen die Mühlenflügel bespannt wurden und die Mühle geöffnet war, wurde selten die nötige Windstärke erreicht.

Wöchentlich wurde das Umfeld an der Mühle gepflegt sowie das Innere der Mühle gereinigt, so dass während der Öffnungszeiten von März bis Oktober eine stets saubere Mühle präsentiert  werden konnte. Das Ludgerus-Werk- Lohne unter Leitung von Kurt Dödtmann unterstützte auch hier in bewährter Form.  Ca. 450 Arbeitsstunden wurden in 2013 geleistet.

Das Anlegen des Getreidegartens hinter der Mühle wurde in 2013 durch Paul Arlinghaus mit viel Mühe und Liebe zum Detail erledigt. Eine sehr große Getreidesortenvielfalt wurde dort angebaut, gepflegt und dem Besucher mit ausgezeichneter Beschriftung dargestellt.

Marion Kruse hat uns bei der „Vereinigung zur Erhaltung von Wind - und Wassermühlen in Niedersachsen und  Bremen e.V.“  in 2013 vertreten und wird das auch in 2014 weiter machen.

Für die Aus - und Weiterbildung unserer Müller ist diese Zusammenarbeit von großer Bedeutung.

Aufmerksame Mühlenbesucher werden festgestellt haben,  dass sich das Erscheinungsbild der Mühle verändert hat.  Die Fenster auf dem Mehlboden wurden  auf den Stand von vor 100 Jahren gebracht. Gusseiserne Fenster waren nicht mehr zu bekommen, daher musste Kurt Dödtmann sie rekonstruieren. Henry Lemke hat sie in alter Handwerkskunst eingebaut.

2012Am Mühlenrumpf werden die Deckbretter in Lärche ersetzt.   Es hat sich herausgestellt, dass die Bretter vom Wurm zerfressen sind. Diese Arbeiten sind im Herbst 2013 begonnen worden und können in 2014 abgeschlossen werden. Mit der Unterstützung des Ludgerus-Werkes (Lohne)  sollte es uns gelingen bis zum Jubiläum im Herbst 2014 den Abschluss zu erreichen.

In 2013 konnten wir die Holzwurmbekämpfung nicht zum Abschluss bringen. Diese Arbeiten werden jetzt unter der sachkundigen Anleitung von Peter Klumpe in 2014 abgeschlossen.   Die Zähne des Stirnrades wurden von einer Mühlenbaufirma aus den Niederlanden im Sommer erneuert, da auch hier Wurmbefall war. Hier konnten wir nicht selber Hand anlegen,  sodass erhebliche Geldmittel eingesetzt werden mussten. Der Einsatz hat sich jedoch gelohnt, da wir jetzt wieder den Kraftschluss vom Flügel bis zum Mahlstein haben.

Im November konnte die durch das Ludgerus-Werk (Lohne) restaurierte neue (alte) Getreidemotormühle der „Fa. Awila“ auf dem Mehlboden unserer Mühle aufgestellt werden. Somit sind wir in der Lage unter hygienischen Bedingungen „Bio Getreide“ zu mahlen und im Backhaus zu verarbeiten.

Geschichte: Diese Motormühle ist ein Stück Zeitgeschichte. Aufgrund solcher Mühlen wurden die Bauern und Bäcker von den Mühlen unabhängig und beschleunigten dadurch das „Mühlensterben“ nach dem Zweiten Weltkrieg.  Diese Maschine wird sowohl eine weitere Attraktion bei Führungen in der Mühle als auch eine Bereicherung für die Müllerausbildung sein.

 

Größere Anschaffungen in 2013

1.         Ein Pavillon Festzelt (Partyzelt) in der Größe 4x6m. Das Zelt wird uns ein kleines Stück wetterunabhängiger machen. Geeignet für Ausstellungen, Fotoausstellungen, Bedachung bei schlechtem Wetter.

2.         Eine Lautsprecheranlage für das Außengelände. Geeignet für Musik und Sprache.

3.         Eine Teigteilmaschine, sie ist ca. 80 Jahre alt und stellt das Gegenstück zur Knetmaschine dar, die das gleiche Alter hat. So können wir ein Stück Bäckereigeschichte darstellen.

Unsere Öffentlichkeitsarbeit lag 2013 in den Händen von Rudolf Schulte und Paul Arlinghaus. Um den „Bilderdienst“ kümmerte sich Kurt Dödtmann.

 

Einzelveranstaltungen:

23.03.2013        Solidaritätsmarsch
Diese Aktion war außerplanmäßig der Auftakt zur Mühlensaison.  Organisiert von Gaby Bischof,  Josef Kenkel, August Scheper, Adelheid Beuse und durchgeführt von den Landfrauen zugunsten der SOS Kinderdörfer um den Lehrer a.D. Raimund Berding. Der Freundeskreis war hier zwar nicht eingebunden, wir stellten jedoch  vom Teelöffel bis zur Mühle alles Notwendige, um in der Mühle einen Anlaufpunkt für die Marschierer einzurichten. Das Herrichten der Mühle in den Tagen zuvor bei widrigsten Temperaturen war nicht immer angenehm und wurde in großen Teilen vom Ludgers-Werk-Lohne unterstützt.

31.03.2013        Osterfeuer an der Mühle
Bei schönem aber sehr kaltem Wetter konnten wir sehr viele Besucher bei der Mühle begrüßen. Durch das  Kolpingorchester wurde gegen 19.00 Uhr die Feier eröffnet, wobei der Geruch von Glühwein und die letzten Schneefelder an einen Weihnachtsmarkt erinnerten. Um 20.00 Uhr wurde mit einer an der Osterkerze entfachten Kerze das Osterfeuer entzündet. In diesem Jahr wurde ein neues Kreuz neben dem Feuer aufgestellt und ebenfalls entzündet. Bei der Erstellung des neuen Eisenkreuzes haben sich Josef Wehebrink, Martin Vodde, Henry Lemke und Paul Arlinghaus eingebracht. Das brennende Kreuz am Osterfeuer hat eine lange Tradition in Dinklage. 

201201.05.2013        1. Mai
Unsere Mitglieder hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um auf die vielen Maigänger vorbereitet zu sein und ihnen einen familienfreundlichen und entspannenden Aufenthalt zu ermöglichen. Ab 10.00 Uhr trafen die ersten Radfahrer ein und machten es sich gemütlich. Um etwa 11.30 Uhr begrüßte Paul Arlinghaus die Anwesenden. Anschließend wurde der festlich geschmückte Maibaum erfolgreich aufgestellt. Bei herrlichem Wetter fanden viele  Maigänger und -fahrer den Weg zur Schweger Mühle und ließen es sich gutgehen.

Das Kaffee im Göpelhaus war, wie bei fast allen Aktionen der Mühle, eine sichere Bank bei der Betreuung unserer Gäste und wurde von allen gerne genutzt. Hier seien einmal stellvertretend für alle Helfer die Namen unsere Cafe-Damen genannt: Beate Klumpe, Renate Hammersen, Teresa Hammersen, Christina Langosch  und Elisabeth Wehebrink. Um 15.00 Uhr wurden über 300 Fahrräder gezählt.    

06.05.2013        Bittprozession

Die Pfarrgemeinde St. Catharina hatte für diesen Tag um 19.30 Uhr zum Bittgang mit Prozession bei der Schweger Mühle eingeladen. Bei schönstem Maiwetter gestaltete Pfarrer Johannes Kabon mit seinem Team einen Gottesdienst, an dem zahlreiche Gläubige aus Dinklage und seinen Bauerschaften teilnahmen. Die Prozession führte entlang des neuen Radwegs Richtung Badbergen, wobei die Gruppe an drei Stationen innehielt. Am Ende dankte Pfarrer Kabon allen Organisatoren und Mitwirkenden für ihren Einsatz und den Besuchern für ihr Erscheinen. Viele Gäste nutzten das schöne Wetter und die ansprechende Umgebung, um noch ein wenig zu verweilen und zu “plauschen”.

20.05.2013        Deutscher Mühlentag
Am 2. Pfingsttag konnten ca. 500 Interessenten,  die von Mühle zu Mühle fuhren, begrüßt werden. Die Ausstellung rund um die Mühle  mit historischen Geräten und Maschinen  fand großen Zuspruch. Der Getreidegarten und die Ausstellung „Landleben“ waren dabei gut eingebunden. Die Müller standen für Führungen und Fragen den Besuchern zu Verfügung. Hier ergaben sich sehr gute und interessante Gespräche. Hier einmal stellvertretend für alle Helfer die Namen unsere vier ausgebildeten Müller: Marion Kruse, Paul Arlinghaus, Peter und Heinz Klumpe

02.06.2013        Partnerstadt Epouville
Vom 31. Mai bis zum 3. Juni war die Dinklager Partnerstadt Epouville zum Gegenbesuch in der Stadt. Die Gäste aus dem "Kleinen Gallischen Dorf" in der Normandie wurden durch den Bürgermeister begrüßt. Ein Höhepunkt für alle Gäste und Gastfamilien war der Besuch an der Mühle mit Backtag und Brotbuffet in der Mühle. Hier haben sich die Bäcker um Thomas Konerding meisterlich präsentiert. 

23.06.2013        Familientag
Hier kamen die Kinder auf ihre Kosten. Bei gutem Wetter ist eine große Anzahl von Eltern mit ihren Kindern auf dem Rundgang bei der Mühle gewesen. Auf einer Station durften die Kinder in einen Stall mit „glücklichen Hühnern“ Eier einsammeln. Im Getreidegarten wartete schon die nächste Aufgabe auf unsere kleinen Gäste. In der Ausstellung Landleben durften die kleinen Besucher mit der Bohrmaschine selber Hand anlegen und Löcher bohren. Die letzte Aufgabe wartete in der Mühle bei den Modellbauern des Modellclubs Lohne. Sie hatten eine beeindruckende Landschaft mit dem Thema Landleben aufgebaut. Nachdem alle Stationen mit oder ohne Hilfe geschafft wurden, gab es im Backhaus eine leckere Belohnung.

29.06.2013         Weiterbildung für Freiwillige Müller
Die Vereinigung zur Erhaltung von Wind - und Wassermühlen in Niedersachsen und Bremen e.V. führte an unsere Mühle seine jährliche Weiterbildung durch. Der Schwerpunkt der Ausbildung war die Geschichte des Getreides „vom Wildgras zum Nahrungsmittel“. Besondere Beachtung bei den Teilnehmern fanden unser  Getreidegarten und die Ausbildungskoffer „VOM KORN ZUM BROT“. In den Pausengesprächen wurde das Konzept sowie die Umsetzung mit viel Lob bedacht. Der Ausbildungsleiter stellte fest, dass dieses Konzept und die Umsetzung im Norddeutschen Raum einmalig seien. Unsere vier Müller, unterstützt durch Teresa Hammersen, waren in der Vorbereitung und Durchführung stark eingebunden.

201219.07.2013        Ausbildungsmühle
Zur Freude des Heimatvereins und insbesondere unseres “Freundeskreis Schweger Mühle” wurde die Schweger Mühle am Freitag, den 19. Juli um 17.00 Uhr offiziell zur Ausbildungsmühle ernannt.     Hier hat sich gezeigt, dass der von uns eingeschlagene Weg der Präsentation der Schweger Mühle mit Getreidegarten und der Ausstellung „Landleben“, auch von fachkundiger Seite,  als der richtige angesehen wird.   Heinz Drost als Vertreter der Mühlenvereinigung Niedersachsen - Bremen hat im Rahmen dieser Verleihung die Mühle mit einem entsprechenden “Schild” versehen. Wir werden den angehenden Müllern alle Unterstützung geben, so wie sie unsere Müller erfahren haben.

04.08.2013        Mühlenfest
Dieses Ereignis zum Abschluss der 44. Internationalen 2-Tagewanderung wurde von der Wandergruppe gestaltet. Die Mitglieder des Freundeskreises Schweger Mühle haben durch einen Arbeitseinsatz das Umfeld sowie die Mühle für diese Feier wieder besonders herausgeputzt. Die Mühlenbäcker sorgten wie immer für das leckere Mühlenbrot und die Müller standen für Führungen und Fragen den Besuchern bereit.  Hier einmal stellvertretend für alle Helfer besonderer Dank an unsere Bäckereibelegschaft: Thomas Konerding, Thomas van Donop, Norbert Butwil, Goetz Köhler, Norbert Hartong und Heinz Klumpe.

21.10.2013        Dinklager Fettmarkt
Die Beteiligung aus unserer Gruppe am Fettmarktumzug  war wieder gut. Traditionell war der Porsche mit Mühlenmodell wieder vertreten.  Der Ausbau der „Fahrradgruppe“ konnte weiter fortgesetzt werden. Sie umfasst jetzt das Bäckerfahrrad „Heinrich“,  Milchkannenfahrrad „Henry“,  Hochzeitsbitterrad  „Heinz-Josef“ und das Dienstmagdrad „Beate“.  Eine Teilnahme am Fettmarkt soll auch in 2014 wieder stattfinden.

08.12.2013   Weihnachtsbäckerei
Die traditionelle „Weihnachtsbäckerei“ am 2. Advent mit dem vorweihnachtlichen Flair konnte bei bestem Wetter ab 14 Uhr starten. Wir hatten einen neuen Besucherrekord von ca. 1.500 Besuchern. Sie erfreuten sich an der Mühlenkrippe,  die in diesem Jahr wieder im orientalischen Stil aufgebaut war. Unsere Erzähloma Irmgard Arlinghaus begeisterte ihre Zuhörer mit weihnachtlichen Geschichten in der Mühle. Auch das alte Schmiedehandwerk wurde den Gästen gezeigt. Der Schmid Reinhold Hammersen und sein Sohn ließen den Hammer auf dem Amboss tanzen, so dass sie beeindruckenden Funkenflug erzeugten.

Die Kinder hatten im Zelt mit dem Kneten und Ausrollen von Plätzchen bei weihnachtlicher Musik ihre helle Freude. Angeboten wurden wieder Glühwein und andere leckere Getränke. Für das leibliche Wohl wurden Bratwurst und Pommes angeboten. Martin Vodde und seine Tochter landeten mit dem „Mühlenburger“ einen neuen Hit. Im Mühlen-Cafe wurden unsere Gäste mit einer Besonderheit bewirtet: Spekulatiusgebäck und Pfeffernüsse aus dem Steinofen. Das Ponyreiten war eine der Attraktionen im Außengelände.

Als um 17.00  Uhr der Nikolaus auf den Mühlenvorplatz in der Kutsche von Josef und Johannes Wehebrink einfuhr, waren alle anderen Aktivitäten nebensächlich. Die nächste halbe Stunde gehörte dem Nikolaus, seinem Engel und Knecht Ruprecht.

Freundeskreis Schweger Mühle,  Heinz Klumpe

       
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