Kulturreise ins Saterlandam 08.06.16

 

In der zweiten Kulturreise des Jahres machten sich die Mitreisenden des Heimatvereins  Dinklage mit der Geschichte des Moores und der Besiedlung Elisabethfehns vertraut.

Saterland 2016Nach einem Einführungsvortrag über die Entstehungsgeschichte des Moores und die Verwendung des abgebauten Torfes fuhren die Mitreisenden in der „Seelter Foonkieker Torfbahn“  mit Getöse durch die Torfabbau- und  Renaturierungsflächen  der „Esterweger Dose“. Bei einem Stopp konnten sich alle von der Jahrhunderte dauernden Wiederaufbauleistung durch die Torfmoose überzeugen und sich am weiten Ausblick und dem überall blühenden Wollgras erfreuen. Auch erfuhren wir, dass die imposanten 352 Meter hohen Türme des  Langwellensenders der Marine zu den höchsten Bauwerken Deutschlands gehören.

Nach einer moortypischen Mahlzeit berichteten zwei Museumsführer im Moor- und Fehnmuseum über die Siedlungsgeschichte Elisabethfehns. Ab 1855 wurden vom Großherzog Parzellen an Kolonisten verkauft. Diese bauten in nur 100 Jahren 8 Meter  mächtige Torfschichten ab und verwandelten die ursprüngliche Moorgegend in eine von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft. Erst in der dritten Generation verschafften sich ärmste Moorbauern durch Torfabbau und Kultivierung ein auskömmliches landwirtschaftliches Einkommen und trugen zur Ernährung der Bevölkerung bei.

Unterhaltsam war auch das Tee- und Kaffeetrinken während der Bootsfahrt. Der Bootsführer erklärte den Einfluss von Ebbe und Flut, die Umwandlung der ursprünglichen Natur in eine Kulturlandschaft  und erzählte kurzweilige Geschichten um die Grenzgewässer des Oldenburger Ammerlandes, Ostfrieslands und des Oldenburger Münsterlandes.

Hans Hoymann

Femeweg 21

49413 Dinklage

Tel. 04443 9774566

Foto Hoymann

       
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