"Warendorfer Pferdeäppel" 2016 Die vierte Kulturreise des Heimatvereins Dinklage führte in die weltbekannte Reiterstadt Warendorf.

 

Zuerst besichtigten die Reiseteilnehmer das Nordrhein-Westfälische
Landgestüt in Warendorf. Es wurde im Jahre 1826 von Preußenkönig
Friedrich Wilhelm III. gegründet, um den rheinischen und den
westfälischen Pferdezüchtern leistungsgeprüfte Hengste zur Verfügung
zu stellen. Heute ist es im Besitz des Landes NRW. Nachdem der
Gestütsführer der Gruppe die Unterschiede zwischen Kalt-, Warm- und
Vollblut-Pferden erklärt hatte, ging es durch die denkmalgeschützten
Stallungen.

Dort erklärte er alles rund um Pflege und Zucht der
wertvollen Pferde. In den Reithallen und auf dem Trainingsplatz übten
gerade die Schüler der Deutschen Reitschule und bereiteten sich mit
ihren Reitlehrern auf ihre Prüfungen vor. Als Vorbereitung auf die am
Sonntag anstehende Hengstparade hinterließen auch die
Trainingseinheiten der mächtigen Kaltblutgespanne einen bleibenden
Eindruck.

Nach dem Mittagessen zeigten uns die Fremdenführer die sehr
sehenswerte und um das Jahr 800 als „Warano Thorb“ an einer Emsfurt
gegründete Sachsensiedlung Warendorf. Um 1200 wurden ihr die
Stadtrechte verliehen und sie entwickelte sich nach Münster zur
bedeutendsten Stadt im Münsterland. Die Hinwendungen zum
Wiedertäufertum und zur Reformation beendete der Münsteraner
Fürstbischof. Die Stadt erlebte im 17. Jahrhundert zwei große
Stadtbrände. Das heutige Altstadtbild ist geprägt von restlichen alten
Fachwerkbauten und schönen von nach den Bränden errichteten
Stadthäusern mit ihren prächtigen Schaugiebeln an der Marktseite. Auch
ist trotz heute fehlender Stadtmauer die historische Stadtgrenze an
den Wällen deutlich zu erkennen. Mitten in der Altstadt spiegelt die
imposante spätgotische St. Lambertus Kirche mit ihrem 500 Jahre alten
Langhaus, dem Hochalter von 1470, dem Sassenberger Kreuz und der
Marienstatue die bewegte Geschichte der Kirchengemeinde wieder.

Eine üppige münsterländische Kaffeetafel, die Verarbeitung der neuen
Erlebnisse und der Genuss der süssen Pralinenkugel, genannt
„Warendorfer Pferdeappel“, sorgten auf der Rückfahrt für reichlich
Gesprächsstoff."

Hans Hoymann
Femeweg 21
49413 Dinklage
04443 9774566

Photos: Hoymann

       
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