Besuch der Rattenfängerstadt Hameln

 

Die letzte Kulturreise dieses Jahres führte viele Heimatfreunde in die Rattenfängerstadt Hameln.

Erste Station der Reise in Hameln war die Schauglasbläserei im Pulverturm. Er ist einer von zwei mittelalterlichen Türme, die das Schleifen der Festung Hameln durch Napoleon im Jahre 1808 überstanden. In der Glasbläserei demonstrierte ein Glasbläser, wie aus flüssigem Glas ein Trinkgefäß und eine Schnecke entstehen. Seine Glaskunstwerke mussten während der Herstellung durch dauerndes Rotieren im Gleichgewicht gehalten werden, damit das glühende Glas schwerkraftgezogen nicht zu Boden tropfte und das abkühlende Glas noch formbar blieb.

Das Mittagessen genossen wir im historischen Rattenfänger-Haus mit seinem prächtigen Weserrenaissancegiebel. Eine Inschrift an der seitlichen Hauswand erinnert noch heute daran, dass im Jahre 1284 durch das Flötenspiel eines Rattenfängers 130 Kinder durch diese Gasse Hameln verließen und auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Die Rattenfänger Sage hat die Stadt überall berühmt gemacht und wird am Rathaus zu bestimmten Uhrzeiten wieder in Erinnerung gerufen.  

Am Nachmittag vergnügten wir uns auf dem mit 70 Buden festlich geschmückten Weihnachtsmarkt rund um die 1200 Jahre alte Münsterkirche. Sie ist Mittelpunkt der spätmittelalterlichen Altstadt. Die schönen Weserrenaissancegebäude entstanden  im Wettstreit zwischen zu Wohlstand gekommenen Kaufleuten und alteingesessenem Landadel.

Auf der Rückfahrt spielte unser Doktor Ludger Baumann für uns wunderschöne Advents- und Weihnachtslieder auf seiner Gitarre und alle Heimatfreunde sangen fröhlich mit. So kam zum Abschluss unserer Reise eine besinnliche Weihnachtsstimmung auf. Es war ein toller Ausklang des Reisejahres 2019.

Foto: Hoymann, vor dem Rattenfänger Haus

       
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