Papenburg und Meyer Werft

 

Am Samstag, den 10. Oktober 2015, erlebten  Mitglieder des Dinklager Heimatvereins und Interessierte die 220-jährige Geschichte der Meyer-Werft und das im Bau befindliche Kreuzfahrtschiff. Am Nachmittag erfuhren sie bei einer Busrundfahrt durch Papenburg die wechselvolle 384-jährige Geschichte der ältesten Fehnkolonie Deutschlands.

Bei bestem Wetter ging die Fahrt mit zwei Bussen zur Meyer Werft. Dort erklärte uns der Gästeführer  die neugestaltete Erlebniswelt der Meyer Werft. Informative Filme zeigen eindrucksvoll  die vielen Stationen des Schiffbaus mit über 3300 Mitarbeitern und die Geschichte der Pionierfamilie Meyer. Jedes ausgestellte Schiffsmodell  veranschaulichte  das Bauprogramm der vergangenen Jahre und das luxuriöse Angebot heutiger Kreuzfahrtschiffe. So wurden nicht nur 50 Kreuzfahrtschiffe sondern auch Fähren, Tiertransporter, Gastanker und zuletzt ein Forschungsschiff gebaut. Die hergestellten Kreuzfahrtschiffe für bis zu 6600 Passagiere und 2500 Mann Besatzung können zweimal pro Jahr bei Höchstwasserstand die engste Stelle der Ems mit wenigen Zentimetern Spielraum passieren. In der riesigen überdachten Baudockhalle konnten alle einen Blick auf den fast fertigen Rohbau des nächsten Kreuzfahrtriesen werfen. Im Werfthafen war ein Transportschiff zu sehen, dass überdimensional große Bauteile von den Tochtergesellschaften in Rostock und Turku zum Einbau nach Papenburg liefert.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen begann eine Rundfahrt durch die 36000 Einwohner zählende Stadt Papenburg, die im Jahre 1631 durch Bischof Ferdinand von Münster gegründet wurde. Durch den Bau von Kanälen wurde am Anfang das Moor zur Ems hin entwässert und danach von den Kolonisten durch Torfabbau urbar gemacht. Die entlang der Kanäle zugeteilten Parzellen prägen bis heute das Stadtbild. Da die Nordseetide bis Papenburg reichte, blühte hier der Schiffbau auf und Papenburg wurde zur südlichsten Seehafenstadt Deutschlands. Besonders am „katholischen“ Torf und den 12 Millionen „evangelischen“ Ziegelsteinen der St. Antonius Kirche machte der Gästeführer das in der Vergangenheit nicht immer spannungsfreie Nebeneinander der katholischen Papenburger und evangelischen Ostfriesen deutlich. Die Stadtrundfahrt endete an der Emsschleuse des Werfthafens, wo die Kreuzfahrtriesen den ersten Engpass zur Ems durchfahren müssen.

Nach dem Kaffeetrinken in der Papenburger Altstadt kehrten alle Mitreisenden mit vielen neuen Eindrücken am Abend nach Dinklage zurück.

Hans Hoymann
Femeweg 21
49413 Dinklage

Tel. 04443 9774566

       
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