Plattdütske Kring 2012

 

Ansprechpartnerin (zurzeit)

Elisabeth Middendorf
Gartenstr. 5
49413 Dinklage
Telefon 04443-3631

Wir vom "Plattdütsken Kring "  treffen uns seit vielen Jahren, montags, unter der Leitung von Bernd Heimann in den Heimatstuben. Es wird Dinklager Platt geschnackt. Es werden Döntkes erzählt und es wird plattdeutsch vorgelesen.

Besonders auch die Beiträge, die Walter Arlinghaus sammelt, ob aus der OV oder anderen aktuellen Blättern,sind immer wieder  interessant. Bernd Heimann brachte auch öfters Geschichten in Platt mit, die aus anderen Regionen kamen; schwierig zu lesen - Platt wird überall anders gesprochen.Leider kann Bernd nun aus gesundheitlichen Gründen hier nicht mehr weitermachen.

Die alte plattdeutsche Clique trifft sich aber in Kürze wieder:

Paul Arlinghaus hat mit uns gesprochen, wie wir weitermachen wollen, um vor allem auch  jüngere Dinklager für unsere alte Muttersprache zu interessieren und  Platt zu sprechen. 

Ich denke "wie mokt wieder so"! Un´  wat  ick immer gern dei Lüe segge: " Wo`r kannt woll schöner wähn, at in Dinkloge. "

Mit vielen Grüßen auch Bernd Heimann

Elisabeth Middendorf

Hier eine kleine Auswahl von Beiträgen,  wie sie typischerweise auf einem Plattschnacker-Abend stattfinden.

Elisabeth hat kleine Döntkes über den Dinklager Original Hubert Middendorf zusammengetragen:

 -   An einem Geburtstag von Ludwig saßen alle Middendorfs bei uns zusammen. Tante Anna hatte Essen gekocht, wie immer wunderbar, und die Suppe wurde serviert.

Hubert hatte die Suppe auf dem Teller und nahm die Maggi –Flasche in die Hand: „Kiek"  sagte Mia, seine Frau,  „nu daht hei sick all sofort wedder dat Maggi in`ne Soppen.

Dat daht hei in`n Huse uck immer. Hei häff noch nich eis probeiert“.

Darauf Hubert:  „Wenn du dat Menske all dartig Johr kenns, dann kann`s mit Ruhe all sofort dat Maggi inne Soppen daun.“

  -  Wieder einmal Geburtstag bei uns an der Jahnstraße, und wie immer, alle Middendörfer beisammen. Wir hatten schon länger locker gesessen und getrunken, und bei  enem neuen Schnaps wurde angestoßen.

Cloppenburger Mia - bekannt mit ihrem Mann Josef als Liedervater und Liedermutter im Kirchenchor in Cloppenburg - sang etliche Male „Prosit, Prosit, Prosit“!

Und Hubert dann: “O Gott, o Gott, um einen lütken Schluck, dor singt se stundenlang ümtau!"

 -  Die 4 Jungs – Ludwig , Hubert,  Willi  und Arnold  schliefen alle zusammen auf der grossen Jungs-Kammer, immer zwei in einem Bett.

Eines Abends sagte Hubert: „ Wie kreupt nu ale unner`n Pöhl, lot`t us ein`n gohn, un well`t dann an`n längsten utholt, dei häff gewunnen !“

 -  Hubert war immer ein Original, Tante Anna erzählte einmal:„Us Hubert köm van`n Lande. Hei was meue, siene Fäute wull hei nich mehr wasken, hei trück sick reine Socken an und güng int`Bedde !“

 - Erste Nachbarn von Hubert waren Schmunkamps.  Und die hatten einen ganz kleinen Hund, den man wohl in die Jackentasche stecken konnte.  Hubert hatte eine Schäferhündin.

Der Größen-Unterschied zwischen diesen beiden Hunden war natürlich  enorm.  Hubert lachte, als er sagte: „Wenn use heit was, dann stünd dei Lüttke dorvör tau rittken“.

- Vom Kiesberg in Lohne holte Hubert regelmäßig den Kies für die Baustellen.  Eines Tages er hatte wieder  Kies aus Lohne -  geholt,  gab es unterwegs ein schweres Gewitter.

Hubert erzählte: “ As ick up`n Weg noh Hus was, blizde und grummelde dat gewaltig. Ick was up de Höchte von „Ägeldino sien`n Krüz“ – dat is dor, wo van Dooge de Autobohn-Brüggen is. 

Up einmol `n Blitz – und us Herrgot köm mi intau-meute“.

       
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